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Integrationsprojekt

Integrationsprojekte sind Betriebe oder Unternehmen.

Dort arbeiten zur Hälfte Menschen mit Behinderungen.

Integrationsprojekte haben eine besondere Stellung.

Zwischen der WfbM und dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Arbeit im Integrationsprojekt ist gleich Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

In Deutschland gab es im Jahr 2007 ungefähr 520 Integrationsbetriebe.

Dort arbeiteten 13.700 Menschen. Von denen hatten 6.800 eine Schwerbehinderung.

In Berlin waren es im Jahr 2007 19 Integrationsprojekte. Es werden aber immer mehr.

In Integrationsprojekten sind oft Menschen mit Behinderungen, die vorher in einer WfbM gearbeitet haben und es schwer haben, auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu kommen.

Integrationsprojekte sind auch für Schülerinnen und Schüler, die auf einer Sonderschule waren.

Integrationsprojekte sind auch für Personen, die arbeitslos sind und eine Behinderung haben.

Insgesamt haben Integrationsprojekte im Jahr 2007 in Berlin 1,5 Mio. € aus den Ausgleichsabgaben bekommen.

Das Geld ist für den Aufbau und die Ausstattung von Integrationsprojekten.

So können neue Integrationsprojekte Gelder bekommen.

Aber auch Integrationsprojekte, die bereits bestehen, bekommen manchmal Geld für die Modernisierung.

Das Geld ist dann für Erneuerungen im Projekt.


Integrationsprojekte können in Berlin für jeden beschäftigten Menschen mit Behinderung etwas Geld beantragen.

Das nennt man Leistungen bei außergewöhnlichen Belastungen.

Das Geld wird vom Integrationsamt bezahlt.

Bei Personen die Vollzeit, d.h. etwa 38 Stunden pro Woche, arbeiten, werden in Berlin 205 € pro Monat bezahlt.

Wenn eine Person weniger arbeitet, bekommt das Integrationsprojekt auch weniger Geld.

Manchmal kann der Betrieb auch noch Geld von der Bundesagentur für Arbeit bekommen.

Oder weiteres Geld vom Integrationsamt.


Beispiel:

Frau Christa Munzel arbeitet in einem Integrationsprojekt.

Frau Christa Munzel arbeitet in einem Hotel am Rande von Berlin.

Das Hotel heißt „Warmes Bett“.

Ihr Lohn beträgt 1500 €.

Das Hotel „Warmes Bett“ hat einen kleinen Teil vom Geld aus der Ausgleichsabgabe bekommen.


Frau Christa Munzel arbeitet in der Küche und braucht spezielle Geräte.

Für diese Geräte hat das Integrationsamt 25 000 € gezahlt.

Das ist das Höchste, was das Integrationsamt pro Arbeitsplatz bezahlt.


Der Betrieb kann für Frau Christa Munzel auch einen Eingliederungszuschuss bekommen.

Das bezahlt dann die Agentur für Arbeit meist bis zu 2 Jahre.

Den Zuschuss erhält der Betrieb dafür, dass er einen Menschen mit Behinderung einstellt.

Der Betrieb bekommt dann 70% des Lohnes.

Im Falle von Christa Munzel sind das 1050 €.


Oder der Betrieb bekommt Minderleistungsausgleich.

Also Leistungen bei außergewöhnlichen Belastungen.

Der Betrieb bekommt Geld als Ausgleich.

Weil Frau Christa Munzel viel Zeit braucht, um sich einzugewöhnen und mehr Zeit für die Arbeit braucht.

Der Betrieb bekommt einen Teil ihres Lohnes vom Integrationsamt bezahlt. Bei Frau Christa Munzel sind es zum Beispiel 30% von 1500 €.

Das macht bei ihr 450 €.

Das Geld bekommt der Betrieb unterschiedlich lang.


Frau Christa Munzel bekommt einen Lohn von 1500 €.

Davon muss sie Steuern zahlen und ihre Sozialversicherung.

Kosten in tabellarischer Übersicht bei durchschnittlichem Lohn von 1500 €

was von wem wieviel wofür/ für wen

Investitionen pro Platz

Integrationsamt

max. 80% oder 25.000 € einmalig

Arbeitsplatzausstattung

Investitionshilfen für Integrationsprojekte

Integrationsamt (aus Ausgleichsabgabe)

1,5 Mio. €

für Integrationsbetriebe insgesamt in Berlin

Eingliederungszuschuss

Bundesagentur für Arbeit

ca. 1050 € (max. 30% des Bruttolohnes)

max. 2 Jahre (bei älteren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen mit Behinderung max. 8 Jahre)

oder

Minderleistungsausgleich

Integrationsamt (aus Ausgleichsabgabe)

~ 450 € (max. 30% des Bruttolohnes)

unterschiedlich lang

Unterstützungs- und Betreuungsleistungen pro angestellte Person

Integrationsamt

ca. 200 €

Integrationsbetrieb