Integrativer Arbeitsplatz
Integrative Arbeitsplätze sind Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Eine Person mit Behinderung hat einen Arbeitsplatz in einem Betrieb.
In Berlin sind im Jahr 2007 110 neue integrative Arbeitsplätze geschaffen wurden.
Die Person und der Betrieb können dafür Gelder zur Unterstützung bekommen.
Die Person kann Arbeitsassistenz bekommen.
Arbeitsassistenten und Arbeitsassistentinnen sind Menschen.
Sie unterstützen Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz.
Der Betrieb kann Geld für die Einrichtung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen bekommen.
Der Betrieb kann auch einen Minderleistungsausgleich bekommen.
oder einen Eingliederungszuschuss bekommen.
Wenn er eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter mit Behinderung einstellt.
Der Betrieb kann Geld für die Probebeschäftigung für einen Menschen mit Behinderung bekommen.
Die Agentur für Arbeit bezahlt dann für 3 Monate den Lohn.
Die Kosten sind sehr unterschiedlich.
Die Kosten unterscheiden sich von Person zu Person.
Manchmal braucht man mehr Geld, manchmal weniger.
Beispiel:
Frau Lovis Fechner ist 37 Jahre alt.
Sie hatte vor drei Jahren einen Unfall auf Arbeit.
Seit dem Unfall hat Frau Lovis Fechner eine Behinderung.
Nach langer Zeit hat sie nun einen integrativen Arbeitsplatz.
Sie arbeitet in einem Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Frau Lovis Fechner bekommt 2000 € Lohn.
Frau Lovis Fechner braucht wegen ihrer Behinderung spezielle technische Geräte.
Die Geräte zahlt das Integrationsamt oder ein Rehaträger.
Die Investition der Geräte kostet 31 250 €.
Die Geräte müssen aufgebaut werden.
Frau Fechner muss die Geräte kennen lernen.
Das nennt man Investition.
Das Integrationsamt übernimmt 80% der Kosten.
Oder höchstens 25.000 €.
Bei Frau Lovis Fechner passt das super.
Das Kosten der Geräte beträgt 31 250 €.
Davon sind 80% genau 25 000 €.
Das zahlt das Integrationsamt.
Den Rest bezahlt der Betrieb.
Also 6250 €, oder 20% gibt der Betrieb für das Gerät dazu.
Das Integrationsamt oder ein Rehaträger bezahlt monatlich die Arbeitsassistenz.
Zum Beispiel die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung .
Arbeitsassistenz ist, wenn eine Person am Arbeitsplatz Unterstützung bekommt.
Es gibt höchstens 1100 € im Monat für diese Unterstützung.
Frau Lovis Fechner hat lange mit Herrn Maiser von Unfallversicherung gesprochen.
Nun bekommt sie monatlich 1100 € für die Arbeitsassistenz.
Bei Frau Lovis Fechner zahlt die Unfallversicherung, weil sie einen Arbeitsunfall hatte.
Der Unfall war auf ihrer alten Arbeitsstelle.
Frau Lovis Fechner wird jeden Morgen vom Fahrdienst zum Betrieb gefahren und abends wieder nach Hause gebracht.
Auch das bezahlt die Unfallversicherung.
Das kostet unterschiedlich viel.
Je länger der Weg, desto höher die Kosten.
Am Anfang hat Frau Lovis Fechner in dem Betrieb gearbeitet, als wäre sie schon fest dabei.
Obwohl sie noch gar nicht angestellt war.
Sie hat drei Monate lang die Arbeit ausprobiert.
Das wird Probebeschäftigung genannt.
In der Zeit der Probebeschäftigung hat die Agentur für Arbeit den Lohn gezahlt.
Dann wurde sie eingestellt.
Sie arbeitet nicht so schnell wie die anderen.
Deswegen bekommt der Betrieb Leistungen bei außergewöhnlichen Belastungen.
Das heißt auch Minderleistungsausgleich.
Minderleistungsausgleich ist unterschiedlich viel Geld.
Das Geld kommt vom Integrationsamt und wird aus der Ausgleichsabgabe bezahlt.
Bei Frau Lovis Fechner beträgt der Minderleistungsausgleich 30% vom Lohn.
Da sie 2000 € Bruttolohn bekommt, erhält der Betrieb 600 € im Monat.
Das Geld bekommt der Betrieb unterschiedlich lang.
Der Minderleistungsausgleich wird nicht mehr bezahlt, wenn Frau Lovis Fechner sich an die Aufgaben im Betrieb gewöhnt hat.
Und wenn der Chef oder die Chefin nicht zu wenig Geld einnimmt.
Frau Lovis Fechner hat eine neue Kollegin.
Die Kollegin heißt Frau Nicole Pusch.
Sie hat auch eine Behinderung.
Der Betrieb bekommt einen Eingliederungszuschuss, damit er Frau Nicole Pusch einstellt.
Eingliederungszuschuss ist Geld.
Damit wird die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt unterstützt.
Das Geld kommt von der Agentur für Arbeit.
Frau Nicole Pusch bekommt auch 2000 € Lohn.
Der Betrieb bekommt höchstens 70% des Lohnes für die Eingliederung.
Das sind bei ihr 1400 €.
1400 € bekommt der Betrieb höchstens zwei Jahre lang.
Frau Nicole Pusch braucht ein Auto, um auf Arbeit zu fahren.
Dafür kann sie Geld beantragen.
Entweder bekommt sie maximal 9500 € für ein neues, behindertengerechtes Auto.
Oder sie bekommt Geld für einen behindertengerechten Umbau ihres Autos.
Wie viel Geld sie bekommt, hängt von ihrem Lohn ab.
Wenn sie viel Lohn bekommt, bekommt sie weniger Geld für das Auto und muss mehr alleine bezahlen.
Das zahlt der Rehaträger oder das Integrationsamt.
Das Integrationsamt zahlt bei Beamten und selbstständigen Personen.
Die Rentenversicherung zahlt, wenn die schwerbehinderte Person schon 15 Jahre gearbeitet hat.
Sonst zahlt die Agentur für Arbeit.
Bei Frau Nicole Pusch zahlt die Agentur für Arbeit, da sie nicht selbstständig und auch keine Beamtin ist.
Sie hat auch noch nicht 15 Jahre gearbeitet.
| was | von wem | wieviel | wofür/ für wen |
|---|---|---|---|
Integrationsamt oder Rehaträger |
max. 1100 € |
Unterstützung am Arbeitsplatz |
|
Bundesagentur für Arbeit |
max. 70% vom Bruttolohn |
an Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen |
|
Fahrtkosten zum Arbeitsplatz |
Rehaträger |
unterschiedlich viel |
Fahrdienst |
KFZ- Hilfen |
Integrationsamt oder Rehaträger |
max. 9500 € (einkommensabhängig und einmalig) |
an Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen |
Investitionshilfen für Schaffung von Arbeitsplätzen: technische Um- /Ausrüstung |
Integrationsamt |
max. 25.000 € (einmalig max. 80%) |
Das Geld wird an Betriebe gezahlt. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sollen die restlichen 20% der Kosten übernehmen. |
Integrationsamt |
max. 30% vom Bruttolohn |
Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen |
|
Bundesagentur für Arbeit |
>Bruttolohn | Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen |
|
technische Hilfen |
Integrationsamt oder Rehaträger |
unterschiedlich viel |
zur Unterstützung der Person am Arbeitsplatz |