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WfbM

WfbM heißt Werkstatt für behinderte Menschen.

In einer solchen Werkstatt arbeiten Menschen mit Behinderungen.

Menschen die oft keine Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden.

Das sind Beschäftigte in einer WfbM.


Sie bekommen dabei Unterstützung von anderen Menschen.

Menschen die einen Handwerksberuf gelernt und dazu eine sozialpädagogische Ausbildung haben.

Das sind die Arbeitsgruppenleiter und Arbeitsgruppenleiterinnen.

In Werkstätten arbeiten außerdem noch Therapeuten und Therapeutinnen und die Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen.

Auch die unterstützen die Menschen mit Behinderungen.


Die Plätze in einer WfbM werden oft von der Agentur für Arbeit und einem Rehaträger bezahlt.


Es gibt in der WfbM den Eingangs- und Berufsbildungsbereich und den Arbeitsbereich.

Der Eingangs- und Berufsbildungsbereich kommt zuerst.

Menschen, die in einer WfbM anfangen zu arbeiten, kommen meist dahin.

Der Eingangsbereich dauert höchstens drei Monate.

Da kann man verschiedene Arbeiten in der WfbM kennenlernen.


Dann kommt der Berufsbildungsbereich.

Der dauert höchstens zwei Jahre.

Da lernt man eine bestimmte Arbeit.

Das bezahlt die Agentur für Arbeit.

Das kostet etwa 1000 € im Monat pro Person.

Von diesem Geld bekommen die Arbeitsgruppenleiter und Arbeitsgruppenleiterinnen, Therapeuten und Therapeutinnen und die Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen ihren Lohn.


Der Arbeitsbereich kommt danach.

Man kann eine bestimmte Arbeit gut und arbeitet.

Ein Platz in der Werkstatt kann 750 € bis 1750 € kosten.

Das bezahlt dann nicht mehr die Agentur für Arbeit.

Das zahlt dann ein Rehaträger.

In den meisten Fällen ist das der Sozialhilfeträger.


Die Beschäftigten der WfbM bekommen 70 % bis 90 % dessen, was die WfbM an Arbeitsergebnis hat.

Arbeitsergebnis besteht aus dem was erarbeitet wurde, aus Zinsen und was an Geld vom Rehaträgern überbleibt.

Von dem Rest, der übrig bleibt, kann die WfbM neue Geräte oder Materialien kaufen.

Also 30 % bis 10 % werden für neue Geräte oder Materialien ausgegeben oder für größere Sachen gespart.


Beschäftigte die einer bestimmten Zeit mehr arbeiten können und weniger Betreuung brauchen bekommen mehr Geld.

Viele Beschäftigte bekommen weniger als 345 € im Monat.

Viele bekommen nur ungefähr 160 €.

Dann bekommen sie zusätzliches Geld.

Das Geld nennt sich Grundsicherung.

Das ist soviel Geld, dass zum Schluss 351 € auf dem Konto der Person ist.


Wenn eine WfbM gebaut wird oder neue Arbeitsplätze geschaffen werden, kostet das Geld.

Im Jahr 2007 haben die Werkstätten in Berlin dafür 2 Mio. € aus den Ausgleichsabgaben bekommen.

Das Geld wird für verschiedene Werkstätten verwendet.


Für jeden Arbeitsplatz in einer neugebauten WfbM kann die WfbM bis zu 36.300 € aus den Ausgleichsabgaben und von der Stadt Berlin bekommen.

Für Umbauten kann die WfbM bis zu 18.000 € pro Platz bekommen.

Außerdem muss die WfbM in der Regel 20% der gesamten Kosten für den Bau übernehmen.

Das bezahlt die WfbM aus eigenen Geldern oder von Spenden.

Manchmal bekommt eine WfbM Geld zum Beispiel von Aktion Mensch oder andere Spenden.


Zwei mögliche Beispiele:


Eine neue WfbM:

„Unter Sonnenblumen“ soll eine neue Werkstatt werden.

Dort sollen 20 Menschen arbeiten. Das Gebäude, die Maschinen, Stühle und Tische müssen alles neu gekauft werden.

Für 20 Arbeitsplätze kann die WfbM maximal 726.000 € bekommen.

Für jeden Platz maximal 36.300 €.

Dazu muss die WfbM aber noch mindestens 101.500 € dazu bezahlen.

Geld für die neue WfbM kann die WfbM auch von Aktion Mensch oder der Klassenlotterie bekommen.


Eine alte WfbM:

„Hinter dem Hain“ ist eine alte Werkstatt, die umgebaut werden soll.

Dafür bekommt die WfbM für jeden Arbeitsplatz bis zu 18.000 € aus Ausgleichsabgaben und von der Stadt Berlin.

Die WfbM „Hinter dem Hain“ hat verschiedene Arbeitsbereiche und auch einen Berufsbildungsbereich.

Dort werden sie auf den Arbeitsplatz vorbereitet.


100 Menschen mit Behinderungen arbeiten dort.

40 Menschen mit Behinderungen sind im Berufsbildungsbereich, wo sie auf den Arbeitsbereich vorbereitet werden.

60 Menschen arbeiten im Arbeitsbereich.

Außerdem arbeiten 20 Menschen als Arbeitsgruppenleiter und Abeitsgruppenleiterinnen.

In den meisten Fällen sind dies gelernte Handwerksmeister mit pädagogischen Zusatzausbildungen.

10 Menschen arbeiten in der Verwaltung.

Von allem was die WfbM einnimmt, muss sie mindestens 70% an die Menschen mit Behinderung geben.


Harry Pfennrich ist im Berufsbildungsbereich in der WfbM „Hinter dem Hain“.

Die Agentur für Arbeit bezahlt alles, was er dafür braucht.

Ausbildungsgeld; 60€

Essen; 70€.

Fahrdienst; 700 €.

Außerdem ist er sozial abgesichert.

Dafür bezahlt die Agentur für Arbeit etwa 450 bis 600 €.


Herr Jörn Hauser ist etwas älter als Herr Harry Pfennrich.

Er arbeitet schon länger in der Werkstatt „Hinter dem Hain.“

Er bekommt einen Lohn von 140 €.

Er wird pädagogischen Handwerksmeister angeleitet.

Er bekommt von ihnen auch Hilfe.

Er braucht aber nicht soviel Hilfe wie eine Kollegin von ihm.


Seine Kollegin ist Frau Paula Schönemann.

Frau Paula Schönemann bekommt 100€ Lohn.


Beide bekommen Unterstützung und Anleitung bei der Arbeit.

Diese Unterstützung ist sehr verschieden.

Manche brauchen mehr Unterstützung.

Andere brauchen weniger Unterstützung.

Der Rehaträger bezahlt diese Unterstützung pro Person.

Weil die Unterstützung so verschieden ist, sind die Kosten von Person zu Person unterschiedlich hoch.


Von dem Geld wird Lohn bezahlt.

Der Lohn für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung und Arbeitsanleitung und Arbeitsunterstützung.

Der Werkstattplatz von Jörn Hauser kostet 750 €.

Der Arbeitsplatz von Paula Schönemann kostet 1750 €.

Das Geld geht vom Rehaträger direkt an die Werkstatt.

Zum Beispiel brauchen von 60 Beschäftigten 15 Personen mehr Unterstützung und 45 Personen weniger Unterstützung.

Dann hat die WfbM einen Betrag von 60.000 € zur Verfügung.


Jörn Hauser bekommt in der Werkstatt etwas zu Essen.

Hierfür gibt der Rehaträger 70 € an die Werkstatt.

Jörn Hauser bekommt 140 € Lohn.

Das ist weniger als 345 €.

Alle Personen die unter 299 € verdienen, bekommen 26 € vom Rehaträger.

Das ist Arbeitsförderungsgeld.

Wenn eine Person mehr als 325 € verdient, bekommt sie kein Arbeitsförderungsgeld.

Doch Jörn Hauser bekommt 26 €, da er weit unter 299 € verdient.

Zudem bekommen viele Beschäftigte einer Werkstatt aufstockende Grundsicherung.

Das ist zusätzliches Geld vom Grundsicherungsamt, damit das Geld zum Leben reicht.

Der Betrag der zum Leben reichen soll, sind bis zu 351 €.

Im Falle von Jörn Hauser kommen noch ca. 184 € hinzu.

Außerdem bekommt er noch Wohngeld für die Miete seiner Wohnung.

Insgesamt haben im Jahr 2006 23.400 Personen Maßnahmen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich der WfbM begonnen.

Insgesamt waren im Jahr 2007 6745 Beschäftigte in WfbM in Berlin

Die WfbM in der LAG WfbM haben im Jahr 2006 23. Mio. € Umsatz gemacht.


was von wem wieviel wofür/ für was

einmalige Investitionen pro WfbM-Platz

anteilig aus Berlin und aus

Ausgleichsabgabe

max. 36.300 €

max.18.000 €

bei Neubau pro Platz

bei Umbau pro Platz

Investitionen aus Ausgleichsabgabe insgesamt

Integrationsamt

1,7 Mio. €

Investitionen und neu entstehende WfbM-Plätze

Eingangs- und Berufsbildungsbereich

Bundesagentur für Arbeit

durchschnittlich 1000 €

Personalkosten und Sachkosten

Ausbildungsgeld

Bundesagentur für Arbeit

57-67 €

für den Menschen mit Behinderungen

Arbeitsbereich

Rehaträger, meist Träger der Sozialhilfe

750- 1750 €

Personalkosten, Sachkosten

Arbeitsförderungsgeld

Rehaträger, meist Träger der Sozialhilfe

26 €

Zuschuss zum Lohn

Entgelt (min. 70% der Gewinne)

WfbM

durchschnittlich 140 €

Lohn für die Person

Essensgeld

Bundesagentur für Arbeit

ca. 70 €

an WfbM